Motor

Der Motor hat eine Nennleistung von 250 W und kann zum Beschleunigen bis zu 500 W leisten. Das Drehmoment beträgt 35 Nm. Die Nenndrehzahl liegt bei 30 km/h, wobei die Höchstgeschwindigkeit per Software bei 25 km/h + 10 % begrenzt ist. Der Motor ist besonders leise und mit 2 kg sehr leicht. Der Motor ist so schmal, dass optional auch eine Kettenschaltung montiert werden kann.

Scheibenbremse

Es wird die hydraulische Scheibenbremse Magura MT4 montiert.

Das Motorkabel wird zukünftig zwischen Motor und Ausfallende herausgeführt, um das Risiko für eine Beschädigung des Kabels zu vermeiden.

Es gibt an der Kettenstrebe eine optionale Befestigung für einen Fahrradständer.

Karbonriemen

Der Gates Karbonriemen ist wartungsarm und hält ca. 40.000 km. Das Fahrrad wurde in Afrika bei Regen und lehmigen Boden getestet. Der Riemen war zeitweise so verlehmt, dass der Antrieb blockierte. Es reichte eine schnelle Reinigung mit Flusswasser, um die Riemen wieder voll funktionsfähig zu bekommen.

Alternativ bieten wir eine Kette mit Kettenschaltung an.

Tretlager

Der Riemen wird über ein exzentrisches Tretlager gespannt, zu erkennen an dem größeren Durchmesser.

Vorderlicht

Das Steuerrohr hat vorne eine Öffnung für den Zugang zur Elektronik.

Die Technische Universität Berlin hat die Festigkeit des Rahmens geprüft. Dazu wurden ein Finite-Elemente-Modell erstellt und zahlreiche Belastungsszenarien gerechnet. Außerdem wurde der Rahmen entsprechend der DIN EN 15194 einer mechanischen Dauerbelastung ausgesetzt. Beide Prüfungen hat der Rahmen fehlerfrei bestanden.

Die Abdeckung ist zugleich ein Vorderlicht. Das Vorderlicht ist nicht konform mir der StVZO. Die Lichtstärke reicht, um gesehen zu werden, was in der Stadt ausreichen kann.

Auf dem Land empfehlen wir ein zusätzliches Vorderlicht zu montieren. Wir bieten dazu die Supernova E3 mit einer Befestigung am Lenker und Stromversorgung über den Akku an.

Rücklicht

Das Rücklicht befindet sich am hinteren Ende des Oberrohrs. Es ist zugleich die Abdeckung für die Ladebuchse. Das Rücklicht wird magnetisch an der Ladebuchse befestigt.

Zum Aufladen der Batterie wird das Fahrrad zur Steckdose gebracht. Die Ladezeit beträgt knapp drei  Stunden, wobei der Akku bereits nach zwei Stunden zu 80 % aufgeladen ist.

Rücklicht

Das Rücklicht befindet sich am hinteren Ende des Oberrohrs.

Ladebuchse

Die Ladebuchse befindet sich unter dem Rücklicht.

Lenker

Die Lenker-Vorbau-Einheit wird nach eigenem Design gefertigt. Sie wurde erfolgreich nach ISO 4210 City getestet.

Vorbau und Lenker bilden eine Einheit. Damit entfällt die Befestigung an der Stirnseite.

Es gibt den Lenker mit den beide Vorbaulängen 90 mm und 110 mm. Die Breite beträgt 64 cm und kann auf Kundenwunsche schmaler geschnitten werden.

Karbongabel

Es wird eine leichte und stabile Karbongabel verwendet. Die Karbongabel wird nach eigenem Design gefertigt. Die Bremsleitung verläuft innerhalb der Gabel. Die Gabel wurde erfolgreich nach der Norm für Gravelbikes getestet.

Der Gabelschaft wird erst bei der Montage gekürzt. Auf Wunsch kann ein längerer Gabelschaft gewählt werden, so dass eine höhere Sitzposition erreicht wird.

Griffe

Beim GEOS werden standardmäßig die Silikon Griffe montiert.

Sattel

Es wird standardmäßig der Brooks Cambium C17 All Waether Black montiert. Dieser Sattel ist besonders bequem und haltbar.

Gepäckträger

Wir haben den Gepäckträger speziell für das Geos konstruiert. Er besteht im wesentlichen aus einer horizontalen Strebe, an der Fahrradtaschen beispielsweise von Ortlieb (Quicklock 2.1) oder Vaude befestigt werden können. Im Gegensatz zu dem ähnlichen Gepäckträger von Tubus Wingee ist er auch für schweres Reisegepäck ausgelegt. Außerdem kann die Tasche in einem ausreichenden Abstand zu den Fersen befestigt werden. Je nach Modell muss dazu die Mitte der Tasche ca. 6 bis 10 cm hinter der Achse liegen.

Fahrradtasche

Die Fahrradtasche wurde von Fahrer Berlin entworfen und auf das Design des Geos abgestimmt. Sie ist mit 10 Liter Volumen zu klein für eine Weltreise, aber ausreichend groß für den Weg zur Arbeit und für den kleinen Wochenendausflug. Als Aufhängung wird das System Quicklock 2.1 von Ortlieb verwendet. Kein Logo stört das klare Design. Es gibt nur einen kleinen Reflektorstreifen, um die Sicherheit zu erhöhen. Innen gibt es mehrere Fächer, um beispielsweise einen Laptop sicher mitnehmen zu können.

Reifen

Es wird der Reifen Continental Contact Speed in den Größen 50-584 und 37-622 verwendet.

Der Reifen weist kein Profil auf. Wir haben den Reifen auf Alpenstraßen bei strömendem Regen und auf Feldwegen in Ruanda ausgiebig getestet. Hervorzuheben ist das leise Rollgeräusch und das angenehme Fahrverhalten.

Schutzbleche

Die Schutzbleche bestehen aus stabilem Aluminium mit einer matt schwarzen Oberfläche.

Sattelklemme

Die Sattelklemme ist im Oberrohr integriert.

Elektronik

Die Elektronik wurde komplett selbst entwickelt, um sie minimalistisch in den Rahmen integrieren zu können.

Der Akku wird in zwei Einheiten geteilt, so dass relativ viele Zellen in ein schlankes Rahmendesign integriert werden können. Der Akku umfasst 30 Lithium-Ionen-Zellen und hat damit eine Kapazität von 372 Wh. Die Reichweite beträgt je nach Unterstützung 80 bis 110 km oder 1.000 bis 2.000 Höhenmeter. Bei kalten Temperaturen von 0 °C verringert sich die Kapazität auf 60 %, erhöht sich aber wieder bei wärmeren Temperaturen. Mit der Zeit nimmt die Kapazität ab, nach 100 Ladezyklen auf 90 % und nach 500 Ladezyklen auf 80 %. Damit hat der Akku nach rund 50.000 km immer noch eine höhere Kapazität als viele andere minimalistischen E-Bikes bei Auslieferung.

App

Informationen wie Ladezustand und Geschwindigkeit können in der App angezeigt werden. Später können mit der App auch die Motorstufen individuell konfiguriert werden. Die App gibt es zunächst für Android und später auch für iOS.

Aufladen

Das Ladegerät lädt mit 4 A. Damit ist das Fahrrad in rund drei Stunden aufgeladen.

Es ist darauf zu achten, dass das Fahrrad nicht mit leerem Akku gelagert wird, da ansonsten der Akku geschädigt werden kann. Wenn der Akku voll aufgeladen wurde, beträgt die maximal zulässige Lagerzeit rund ein Jahr. Danach kann es zu einer Tiefentladung kommen, die den Akku unwiederbringlich schädigt.

Im Gegensatz zu anderen Systemen ist unser Schalter direkt am Batteriemanagementsystem (BMS) angeschlossen, so dass im Standby sehr wenig Strom benötigt wird. Zu den Zahlen: im Standby werden nur 1 mA verbraucht. Sobald der Akku fast leer ist, reduziert sich der Verbrauch auf 0,2 mA. Hinzukommt die Selbstentladung des Akkus von 1-2 % pro Monat.